Asylzentren an den EU-Außengrenzen inakzeptabel – Europäische Abschottungspolitik auf dem Tiefpunkt

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Berlin, 08. Juni 2021. „Die aktuelle europäische Abschottungspolitik ist auf einem Tiefpunkt angekommen. Es ist einfach unmenschlich, was man Menschen an den europäischen Außengrenzen antut. Die Mitgliedstaaten der EU müssen Verantwortung übernehmen und dürfen nicht zur Alltagsordnung zurückgehen“, sagt Caritas-Präsident Peter Neher.

Die Caritas appelliert gemeinsam mit 12 weiteren Organisationen an die Bundesregierung, weiterhin Geflüchtete aus Griechenland aufzunehmen. Anlässlich der Sitzung des EU-Rates der Justiz- und Innenminister_innen am 8. Juni 2021 sollte sich die Bundesregierung dafür einsetzen, dass Deutschland und weitere EU-Mitgliedsstaaten aktiv Geflüchtete aus Griechenland aufnehmen und das Hotspot-Experiment beenden.

Die gemeinsame Erklärung finden Sie hier: Aufnahme von Geflüchteten aus Griechenland fortsetzen!

Reguläre Asylverfahren in Europa

Statt den Menschen akut und langfristig zu helfen, verfolgen manche Staaten noch eine härtere Zuwanderungspolitik. Beispielsweise, wenn Dänemark jetzt neue Geflüchtete gar nicht erst ins Land kommen lassen will. „Es ist völlig inakzeptabel, Asylzentren an den EU-Außengrenzen zu errichten oder Asylverfahren in den bitterärmsten Ländern der Welt abhandeln zu wollen. Schutzsuchenden darf ein reguläres Verfahren in Europa nicht verweigert werden. Wir brauchen dringend eine geordnete Asylpolitik in Europa“, so Neher weiter.

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Aufnahmeprogramme nach Deutschland fortsetzen

Schnellstmöglich müssen jetzt die Menschen aus den Elendslagern in Griechenland evakuiert werden. Die Zelte sind nicht wettertauglich, es gibt viel zu wenige Toiletten und Duschen, Krankheiten kursieren, auch Corona-Fälle, aus Verzweiflung unternehmen Kinder Suizidversuche. Und nach teilweise jahrelanger Wartezeit werden tausende der geflüchteten Menschen in Griechenland in die Obdachlosigkeit getrieben. „Deshalb appellieren wir an die Bundesregierung die Aufnahmeprogramme nach Deutschland fortzusetzen“, fordert Caritas-Präsident Neher.

Unterzeichnende Organisationen:
Amnesty International Deutschland e.V., Arbeitsgemeinschaft Migrationsrecht im DAV, Ärzte der Welt e.V., Ärzte ohne Grenzen e.V., Der Paritätische Gesamtverband e.V., Deutscher Caritasverband e.V., Diakonie Deutschland e.V., Equal Rights Beyond Borders e.V., Jesuiten Flüchtlingsdienst Deutschland, Pro Asyl e.V., Save the Children e.V., terre des hommes Deutschland e.V., World Vision Deutschland e.V.

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