Deutsche Umwelthilfe begrüßt Nationale Wasserstrategie..

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…fordert aber mehr Engagement für den Schutz von Flussauen und Kurswechsel in der Agrarpolitik

Berlin (ots)

  • Renaturierung von Flussauen stärkt natürliche Ökosystemleistungen wie Speichern von CO2 und Abmildern von Hochwasserwellen
  • Bisherige rückwärtsgewandte Agrarpolitik blockiert zentrale Gewässerschutz- und Klimaziele der Nationalen Wasserstrategie
  • DUH fordert von Bund und Ländern, Ackernutzung aus Überschwemmungsgebieten zu verbannen und durch extensive Beweidung zu ersetzen

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) begrüßt die Ziele der heute vom Bundesumweltministerium vorgestellten ersten Nationalen Wasserstrategie, insbesondere um Wasserknappheit vorzubeugen und die Wasserinfrastruktur an die menschengemachten Klimaveränderungen anzupassen. Die DUH mahnt aber an, dass diese ohne einen Kurswechsel in der Agrarpolitik nicht zu erreichen sind. Dafür müssten nach Ansicht der DUH die Flussauen als zentraler Beitrag zum Klima-, Biodiversitäts- und Gewässerschutz besser geschützt werden.

Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH kommentiert: “Die Nationale Wasserstrategie enthält gute Ansätze, um die Wasserwirtschaft in Deutschland klimafit zu machen. Ihre Ziele sind jedoch nur umsetzbar, wenn konsequent die Ackernutzung aus Überschwemmungsgebieten verbannt und Agrarbeihilfen an eine naturverträgliche Landnutzung gekoppelt werden. Die Bundesregierung muss jetzt den Weg bereiten, damit Äcker in Flussauen in feuchtes Dauergrünland umgewandelt werden und die extensive Nutzung als naturnahe Weidelandschaft gerecht entlohnt werden kann. Die Länder brauchen ein klares Signal aus Berlin, damit Wasser, Klima und Landnutzung auch auf der Umsetzungsebene endlich zusammengebracht werden.

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Mithilfe einer extensiven Weidehaltung – also einem an der natürlichen Ertragsfähigkeit des jeweiligen Standortes orientierten Viehbesatz an Stelle bisheriger Ackernutzungen – können Einträge von Nährstoffen und Pestiziden in die Gewässer reduziert und das Grundwasser entlastet werden. Zugleich baut die extensive Beweidung in den renaturierten, strukturreichen Auenlandschaften eine Brücke zur Landwirtschaft, indem sie in der Nutzung bleiben und einen Beitrag zur Erzeugung regionaler, tierwohlorientierter Lebensmittel leisten. Naturnahe Flussauen erbringen wichtige sogenannte Ökosystemleistungen wie CO2 zu speichern und Hochwasserwellen zu senken. Sie sind unabdingbar für die Grundwasserneubildung, den Schutz der biologischen Vielfalt, den Klimaschutz und den Abbau von Nähr- und Schadstoffen.

Ulrich Stöcker, Leiter Naturschutz & Biodiversität der DUH, betont: “Die Renaturierung von Fließgewässern und ihren Auen als unseren artenreichsten Ökosystemen ist ein umfassender Lösungsweg für verschiedene gesellschaftliche Herausforderungen. Flussauen weiter zu entwässern, auszudeichen und als Ackerflächen zu nutzen, verursacht hohe gesellschaftliche Kosten. Diese Flächen sind unser Naturkapital, das wir schützen müssen, wenn wir nicht einen weitaus höheren Preis zahlen wollen, etwa für Hochwasserschäden.

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Hintergrund:

Die Vereinten Nationen haben die Jahre 2021 bis 2030 zur UN-Dekade “Wiederherstellung von Ökosystemen” ernannt, die vergangene Woche offiziell eröffnet wurde. Die Biodiversitätsstrategie der EU für 2030 sieht rechtsverbindliche Ziele zur Wiederherstellung von Ökosystemen und damit auch von deren Leistungen als sogenanntes Naturkapital vor. Im Rahmen des vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) betreuten und vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) finanzierten Vorhabens “Mainstreaming Naturkapital Deutschland” strebt die DUH an, den Wert von Naturkapital für politische Entscheidungsträger und Entscheidungsträgerinnen sichtbar zu machen, damit dieses in öffentlichen und privaten Entscheidungen berücksichtigt wird.

Links:

-  Mehr zur Kampagne "Die Natur ist unser Kapital" finden Sie hier: https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=_b7ATTljtyQ
-  Zur Nationalen Wasserstrategie des BMU: https://ots.de/wvOCSQ 

Pressekontakt:

Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer
0160 90354509, [email protected]

Ulrich Stöcker, Leiter Naturschutz & Biodiversität
0160 8950556, [email protected]

Newsroom:

030 2400867-20, [email protected]

www.duh.dewww.twitter.com/umwelthilfe
www.facebook.com/umwelthilfe
www.instagram.com/umwelthilfe
www.linkedin.com/company/umwelthilfe

Original-Content von: Deutsche Umwelthilfe e.V., übermittelt durch news aktuell

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Eine Antwort

  1. Luftnummer oder Schnapsidee von der Umweltministerin Svenja Schulze?
    Frau Svenja Schulze (SPD), ihres Zeichens Umweltministerin hat in den Medien am vergangenen Dienstag, dem 08.06.2021 ihre neuste Nationale Wasserstrategie durch die Projektierung von zusätzlichen Verbundnetzen und Fernleitungen kreiert, um die Defizite und Überangebote an Wasser durch Trockenheit (Ostdeutschland) und Sturzfluten im Westen von Deutschland auszugleichen. Wer hat der Umweltministerin diesen Floh ins Ohr gesetzt? Ist dies eine Luftnummer oder gar Schnapsidee? Hat Frau Svenja Schulze die geringste Ahnung von Physik und der Berechnung von Energiebilanzen? Um es vorwegzunehmen: Das avisierte Projekt der Umweltministerin würde ca. das 0,58-Fache des Energieverbrauchs der Bundesrepublik von 3,6 TWh (2,1 TWh: 3,6 TWh) pro Jahr ausmachen. Schätzungsweise wären für dieses Projekt die ungeheure Energiemenge von
    E=∆ h (Höhendifferenz) *m (Masse des Wassers )*g (Erdbeschleunigung) =∆ h* ς (Dichte von Wasser)*A(Fläche des Gebietes der ehemaligen DDR)*g= 5 m*1000 kg/m³*500.000 m*300. 000 m*10 m/s²=
    7,5 *1014 Nm= 7,5 PNm= 7,5 PWs ≈ 2,1 TWh. (1)
    Erforderlich. In Deutschland werden insgesamt pro Jahr ca. 3,6 TWh verbraucht. Für den Wasserausgleich wäre also das 0,58-Fache des gesamten Energieverbrauches der Bundesrepublik erforderlich! Bei einem Wirkungsgrad von 0,4 wäre weite mehr als die gesamte Energie der Bundesrepublik erforderlich! (2,1:0,4= 5,25). Frau Schulze ihre Nationale Wasserstrategie würde also das gesamte Energienetz der Bundesrepublik blockieren und lahm legen! Noch eine Bemerkung so nur nebenbei: Das gesamte gut durchdachte Meliorationssystem der ehemaligen DDR hat man aus Dummheit und aus Ignoranz und aus „finanziellen Gründen“ platt gemacht. Dadurch wurde beispielsweise die Oder-Flut im Jahre 1997 entscheidend erst mit provoziert. Einige Jahre später, im Jahre 2010 wurde nochmals im Oderbruch eine Oder-Flut provoziert, weil das Meliorationssystem absolut nicht mehr effektiv funktioniert! Das Meliorationssystem der DDR hätte man zum Null-Tarif haben können und so sehr viel Energie einsparen können. Und noch eins: Erst durch Umweltfrevel die Umwelt zerstören und dann die Umwelt reparieren wollen – dies kostet übrigsens mehr das Doppelte an Energie! Für Frau Schulze für die Zukunft noch eine Empfehlung: Erst denken, dann rechnen und dann korrekt projektieren, soll heißen effektiv handeln!
    Siegfried Marquardt, Königs Wusterhausen

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