Holzwirtschaft fordert Digitalisierungsoffensive und mehr Nachverdichtung

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Bilanz Wohnraumoffensive: Holzwirtschaft fordert Digitalisierungsoffensive und mehr Nachverdichtung

Berlin, 22.02.2021. Am morgigen Dienstag wird die Bundesregierung eine Bilanz der vor zwei Jahren gestarteten Wohnraumoffensive ziehen. Im Vorfeld kritisiert Denny Ohnesorge, Geschäftsführer des Deutschen Holzwirtschaftsrates (DHWR), die unzureichenden Ergebnisse.

„Trotz der versprochenen Wohnraumoffensive herrscht weiter großer Wohnungsmangel, während in den Großstädten die Mieten steigen. Gleichzeitig stagniert die Bautätigkeit. Nur vereinfachte planungsrechtliche Voraussetzungen sowie unkompliziertere, digitale Genehmigungsverfahren werden es ermöglichen, Bauprozesse zu beschleunigen. Hierfür ist mehr Fachpersonal in Verwaltungen und Bauämtern sowie eine Digitalisierungsoffensive dringend erforderlich.

Besonders wichtig ist es, Neubau und (Nach-)Verdichtung gleichberechtigt zu ermöglichen und zu fördern. 2,7 Millionen zusätzliche Wohneinheiten sind laut einer Studie der TU Darmstadt deutschlandweit durch Aufstockungen in Kernlagen von Städten, Gemeinden und Kommunen möglich. Ganzheitliche Strategien und Änderungen im Baurecht sind also erforderlich – zum Beispiel in punkto Bebauungsdichte, Abstandsflächen, Stellplatznachweis, Brand- und Schallschutz. Der natürliche Rohstoff Holz kann aufgrund seiner Flexibilität und des geringen Gewichts in den Bereichen Aufstockungen und Erweiterungen einen entscheidenden Beitrag leisten.“

Bereits Ende Januar hatte der DHWR zusammen mit mehr als 30 Organisationen aus Industrie, Bauwirtschaft und Immobilienbranche ein Positionspapier „Impulse für den Wohnungsbau“ vorgelegt, um durch einen Acht-Punkte-Forderungskatalog dem Wohnraumangel in Deutschland entgegenzuwirken. Zu den Unterzeichnern der Aktion gehören neben dem DHWR unter anderem die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau e.V., der Deutsche Mieterbund e.V. (DMB), die Industriegewerkschaft BAU und der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB).
Pressekontakt
Florian Snigula
Deutscher Holzwirtschaftsrat e. V. (DHWR)
Dorotheenstraße 54
10117 Berlin

Über den Deutschen Holzwirtschaftsrat (DHWR)
Am 13. Juli 1949 gründeten zehn Verbände der Holzwirtschaft in Wiesbaden den „Holzwirtschaftsrat des Vereinigten Wirtschaftsgebiets“. Der Deutsche Holzwirtschaftsrat vertritt heute über seine Mitgliedsverbände 70.000 überwiegend mittelständische Betriebe, die mit 650.000 Beschäftigten einen jährlichen Umsatz von 120 Milliarden Euro generieren. Die Dachorganisation der deutschen Holzwirtschaft deckt damit die gesamte Wertschöpfungskette des Rohstoffes Holz ab. Diese reicht vom Waldholz, das von der Säge-, Holzwerkstoff- sowie Zellstoff- und Papierindustrie bearbeitet wird, über die Weiterverarbeitung von Holz und Holzprodukten in der Möbel- und Packmittelindustrie, in der Pelletproduktion sowie in den Handwerksbetrieben und im Holzbau bis hin zum Vertrieb durch den Handel. Der Kreislauf schließt sich durch das Recycling von Altpapier und Holz.

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