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VCI: Sustainable Finance: Nicht schneller, sondern globaler

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Keine zwei Jahre nach seiner Gründung hat der Sustainable Finance-Beirat der Bundesregierung in Berlin 31 Empfehlungen für ein nachhaltiges Finanzsystem vorgelegt. Auch wenn der Bericht aus Sicht des Verbands der Chemischen Industrie (VCI) Licht und Schatten beinhaltet, hält er die Tür für eine europäische Harmonisierung offen. Das ist wichtig, denn schon im Frühjahr plant die EU-Kommission, ihr weiteres Vorgehen vorzustellen.

Der VCI begrüßt daher die Beiratsempfehlung, die systematische Verankerung von Nachhaltigkeitskriterien im Finanzsystem nicht auf Deutschland zu beschränken, sondern in den Kontext europäischer und internationaler Entwicklungen einzubetten. „Internationale Finanzmärkte und ein auf Deutschland reduzierter Alleingang: Das passt nicht zusammen und muss unbedingt vermieden werden“, so Wolfgang Große Entrup, VCI-Hauptgeschäftsführer.

Dem Finanzsektor kommt bei der nachhaltigen Transformation vieler Wirtschafts- und Gesellschaftsbereiche eine bedeutsame Wirkung zu – und der Markt wächst derzeit beachtlich. Investoren gewichten nachhaltiges Wirtschaften für den Unternehmenserfolg zunehmend stärker und nutzen dabei Nachhaltigkeitskriterien für Investitionsentscheidungen. „Diese Marktmechanismen wirken und gewinnen zunehmend an Fahrt. Regulatorische Vorgaben sollten daher lediglich flankierend eingesetzt werden“, so Große Entrup.

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Auch unterstützt der VCI den Leitgedanken, dass Pflichten für Investoren und Referenzwerte für eine kohlenstoffarme Wirtschaft nach klaren Kriterien festgelegt werden. Um Finanzprodukte in ihrem Beitrag zu einer nachhaltigen Wirtschaft bewerten zu können, ist die Belastbarkeit entsprechender Daten essenziell. Zudem ist die praxistaugliche Umsetzung für die Datenbereitstellung besonders für den Mittelstand wichtig. Neue Bürokratiemonster gilt es durch maßvolle Vorgaben für die nichtfinanzielle Berichterstattung zu verhindern.

Der VCI vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen von über 1.700 deutschen Chemie- und Pharmaunternehmen sowie deutschen Tochterunternehmen ausländischer Konzerne gegenüber Politik, Behörden, anderen Bereichen der Wirtschaft, der Wissenschaft und den Medien. 2020 setzte die Branche über 186 Milliarden Euro um und beschäftigte rund 464.000 Mitarbeiter.

Kontakt: VCI-Pressestelle, Telefon: 069 2556-1496, E-Mail: presse

http://twitter.com/chemieverband

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