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tlv zur neuen Corona-Verordnung

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tlv zur neuen Corona-Verordnung für Schulen:
„Unterricht hat offenbar nicht oberste Priorität“

Erfurt, 01.04.2021 – Auf die aktuelle Allgemeinverfügung des Bildungsministeriums reagiert der tlv thüringer lehrerverband mit deutlichen Worten: „Wir sind entsetzt“, konstatiert der tlv-Landesvorsitzende Rolf Busch. „Denn die neuen Regelungen machen eines deutlich: Dass wirklich wieder mehr Unterricht stattfindet, hat offenbar nicht oberste Priorität.“

Anders, so Busch, sei nicht zu erklären, dass trotz eindeutiger Warnungen des tlv nun doch die Lehrer und Lehrerinnen selbst für die Überwachung und Dokumentation der Selbsttests in den Schulen verantwortlich gemacht würden. „Eines muss den Politikern klar sein: Indem sie alle unsere diesbezüglichen Bedenken in den Wind geschlagen haben, nehmen sie bewusst in Kauf, dass künftig noch mehr Unterricht ausfällt. Mal ganz abgesehen davon, dass dies eine weitere Aufgabe für die Kolleginnen und Kollegen ist, die ohnehin längst an oder über die Belastungsgrenze hinaus arbeiten.“

„Letztendlich ohnehin eine Farce“

Letzten Endes seien die Testaktionen in der derzeit vorgesehen Form allerdings ohnehin nur eine Farce, so Busch weiter. „Denn es soll so ablaufen: Alle Schüler kommen morgens in den Klassenraum, ohne dass bekannt ist, wer eventuell das Virus in sich trägt. Dann wird getestet – aber freiwillig. Dadurch ist also von vornherein nicht sichergestellt, dass alle Infizierten entdeckt werden. Und wenn einer der Schnelltests positiv ist, wird nur das betreffende Kind isoliert, nicht aber der Rest der Klasse – zwar so lange, bis das Gesundheitsamt einen PCR-Test durchführen lässt.“ Unterm Strich, so das Fazit des tlv-Landesvorsitzenden, brächte diese Form der Testungen also keine Sicherheit, aber ein deutliches Plus an Aufwand und Kosten.

Aus Sicht des tlv sei diese Verfügung ein weiterer Beweis dafür, wie „die Landesregierung Verantwortung wegdelegiert“. Diese Maßnahme diene ebenso wie die Übertragung der Entscheidungen über Schulschließungen an die Landkreise nur zum Schein für mehr Flexibilität und Sicherheit. „Letzten Endes sind die Landespolitiker überall dort, wo es wirklich weh tut, fein raus. Und wir haben einen schlimmeren, verwirrenderen Flickenteppich an Regelungen und Maßnahmen als je zuvor.“

Der tlv fordert deshalb, dass

  1. zweimal wöchentlich für alle, die eine Schule betreten wollen, verpflichtende Tests durchgeführt werden – und zwar von eigens dafür abgestelltem Personal und vor Betreten des Klassenraums und
  2. wieder landesweit geltende, für alle Betroffenen durchschaubare Regelungen für den Umgang mit steigenden Fallzahlen bzw. Inzidenzwerten festgelegt werden.

tlv thüringer lehrerverband

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