VIER PFOTEN: Zusammenhang zwischen Sars-CoV-2 Risiken mit der Pelztierzucht

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Pressemitteilung – VIER PFOTEN — Stiftung für Tierschutz

Statement VIER PFOTEN: „Nicht auf die nächste Krankheit, die nächste Mutation oder die nächste Pandemie warten“

Neues Gutachten von FAO, OIE und WHO zu Sars-CoV-2 Risiken in Zusammenhang mit der Pelztierzucht zeigt hohe Risiken für Europa auf

Hamburg, 18. Februar 2021 – Ein neues Gutachten der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu SARS-CoV-2 bei Tieren, die für die Pelzindustrie gezüchtet werden, zeigt hohe Risiken für Europa auf.

Die gestern veröffentlichte Risikobewertung kommt zu dem eindeutigen Schluss, dass innerhalb von Pelzfarmen ein hohes Risiko der Einschleppung und Ausbreitung von SARS-CoV-2 besteht. Darüber hinaus stellen Pelzfarmen auch eine ernstzunehmende Gefahr bei der Übertragung des Virus auf Menschen und Wildtierpopulationen dar. Während das Risiko in Afrika gering und in Asien und Amerika moderat eingeschätzt wird, wird Europa als gefährdete Region identifiziert. Der Hauptgrund für diese Beobachtung ist, dass Europa die größte Anzahl an Pelzfarmen hat und eine große Vielfalt an für das Virus empfänglichen Tierarten in der Pelztierzucht verwendet wird. Europäische Länder sind auch stark von COVID-19 betroffen und haben eine hohe Anzahl von Fällen bei gezüchteten Nerzen sowie Infektionen bei Farmarbeitern gemeldet. Virusmutationen, die von gezüchteten Nerzen stammen, wurden auch bei mehreren Menschen außerhalb von Pelzfarmen nachgewiesen.

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Thomas Pietsch, Pelz- und Wildtierexperte bei VIER PFOTEN:
„Obwohl das Gutachten ein alarmierendes Signal an die europäische und internationale Gemeinschaft sendet, lassen die Empfehlungen zu wünschen übrig. Der Bericht empfiehlt lediglich strenge Hygiene- und Biosicherheitsmaßnahmen, Monitoring und Tests. Das ist angesichts des kolossalen Risikos für die menschliche Gesundheit bei weitem nicht ausreichend. Seit April 2020 wurde COVID-19 auf mehr als 400 Nerzfarmen in der EU gefunden. Die Erfahrungen im am stärksten betroffenen Land – Dänemark mit 290 infizierten Farmen – haben gezeigt, dass die Überwachung, die verbesserte Biosicherheit und der Einsatz von Schutzausrüstung die großflächige Ausbreitung von COVID-19 auf Nerzfarmen sowie die Ausbreitung von mit Nerzen assoziierten Virusstämmen auf Menschen nicht verhindern konnten.

Auch in anderen wichtigen Pelzproduktionsländern wie Polen oder Griechenland wurde das Virus auf Nerzfarmen nachgewiesen. Seit November 2020 fordert VIER PFOTEN die europäischen Institutionen gemeinsam mit anderen Tierschutzorganisationen auf, Maßnahmen zu ergreifen und eine starke, koordinierte Reaktion zu liefern. Bis heute hat die Europäische Kommission lediglich angeordnet, dass für SARS-CoV-2-Infektionen empfängliche Tiere in den europäischen Mitgliedsstaaten überwacht und gemeldet werden müssen. Dies ist weit entfernt von der starken Reaktion, die von den europäischen Bürgerinnen und Bürgern und der Zivilgesellschaft zum Schutz der menschlichen Gesundheit erwartet wird.

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Die Zuchtsaison auf Pelzfarmen beginnt im März. Die Nerze vermehren sich schnell, was auch das Risiko der Ausbreitung von Krankheiten und Mutationen erhöhen wird. Wir können nicht auf die nächste Krankheit, die nächste Mutation oder die nächste Pandemie warten. Wir fordern die Europäische Kommission auf, dieses dringende Problem anzugehen und die Nerzproduktion in der EU zum Wohle der öffentlichen Gesundheit und des Tierschutzes zu beenden.“

Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier.

VIER PFOTEN –
Stiftung für Tierschutz

Schomburgstraße 120

22767 Hamburg

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