Weiterbildung braucht noch mehr politischen Schwung

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Zu dem am Dienstag veröffentlichten Umsetzungsbericht der Nationalen Weiterbildungsstrategie erklärt Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH): 

„Der Umsetzungsbericht der Nationalen Weiterbildungsstrategie muss das Startsignal für noch mehr politischen Schwung beim Zukunftsthema Weiterbildung sein. Handwerksbetriebe setzen mit großem Engagement und hohem Einsatz auf die Weiterqualifizierung ihrer Fachkräfte. Denn nur mit Weiterbildung können die Betriebe im Handwerk die anstehenden Transformationen und die damit verbundenen neuen Anforderungen der Digitalisierung, der Energiewende oder des nachhaltigen Bauens bewältigen. 

Es ist gut, dass die Bundesregierung mit der Nationalen Weiterbildungsstrategie jetzt auch in diesem Bereich die notwendigen und richtigen Impulse setzt. Positiv ist insbesondere, dass die Rolle der Sozialpartner bei der Entwicklung von Fortbildungsprofilen gestärkt und das Fachkräftemonitoring ausgebaut werden sollen und dass beabsichtigt ist, bestehende Förderlücken zu schließen. 

Die berufliche Weiterbildung verdient hohen politischen Stellenwert und muss noch stärker in der öffentlichen Wahrnehmung verankert werden. Dazu zählt, die Fortbildungsabschlüsse der Höheren Berufsbildung nun rasch den Abschlussstufen Bachelor Professional und Master Professional des Berufsbildungsgesetzes bzw. der Handwerksordnung zuzuordnen. Das stärkt die Höhere Berufsbildung und erhöht die Transparenz über die guten Karriere- und Entwicklungswege im Handwerk. 

Zudem sollten Fortbildungsabsolventen von den Kurs- und Prüfungsgebühren im Aufstiegs-Bafög vollständig entlastet werden. Besonders bei Fachkräften im Handwerk, die sich bei der Weiterbildung oftmals bereits in der Familienphase befinden, kann damit die Fortbildungsbereitschaft positiv beeinflusst werden.”

Zentralverband des Deutschen Handwerks
Mohrenstr. 20/21
10117 Berlin

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